Gehört der Islam zu Deutschland? – Die ewig falsch gestellte Frage

„Das Christentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das Judentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das ist unsere christlich-jüdische Geschichte. Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland.“

Christian Wulff

Der letzte Satz dieser Worte sorgte für reichlich Diskussionen in Deutschland. Gehört der Islam wirklich zu Deutschland? Wir waren doch immer das christliche Abendland, oder?
Nun ja, was soll man sagen? Diese Frage beschäftigt viele Deutsche noch heute, selbst einige Jahre später. Spätestens seit dem Beginn der Flüchtlingskrise ist diese Frage wieder aktueller den je. Dabei ist die Antwort doch so simpel. Zumindest, wenn man die Frage richtig stellt.

 

Die ewig falsch gestellte Frage

Man muss die Frage konkretisieren um sie abschließend und eindeutig beantworten zu können. Denn was ist Deutschland? Ist Deutschland der Staat „Bundesrepublik Deutschland“ oder ist Deutschland das deutsche Volk? Die Differenzierung ist bei der Beantwortung dieser Frage der Schlüssel zur Lösung.

 

Ist der Islam ein Teil der deutschen Staatsstruktur?

Nein, natürlich ist er das nicht. Das Christentum, sowie alle anderen Religionen, übrigens ebenfalls nicht. Denn in Deutschland gilt: Staat und Religion gehören getrennt. Grundlage hierfür ist Artikel 140 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland.

„Die Bestimmungen der Artikel 136, 137, 138, 139 und 141 der deutschen Verfassung vom 11. August 1919 sind Bestandteil dieses Grundgesetzes.“
Art. 140 GG
Hier bezieht sich das Grundgesetz auf die Artikel 136, 137, 138, 139 & 141 der Verfassung der Weimarer Republik. Und im Artikel 137 dieser stand geschrieben:
„(1) Es besteht keine Staatskirche.“
Somit wäre das ganz eindeutig geklärt. Der Islam ist, genauso wie jede andere Religion auch, kein Teil der Staatsstruktur.
Allerdings darf der Staat auch keine Person in der Ausübung seiner Religion beeinträchtigen oder benachteiligen. Das ist die sogenannte Religionsfreiheit und ist ebenfalls im Grundgesetz fest verankert, nämlich in Artikel 4. Vor dem Staat sind damit alle Religionen gleichgestellt.
„1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.“
Art. 4 GG
Gehört der Islam zum deutschen Volk?

Diese Frage lässt sich genauso deutlich wie einfach beantworten. Natürlich gehört der Islam zum deutschen Volk. Es gibt schließlich auch deutsche Staatsbürger die dem Islam angehören. Und da diese ein Teil des deutschen Volks sind, ist der Islam (und somit jede andere Religion auch) logischerweise ebenfalls ein Teil des deutschen Volks. Jeder Mensch, der etwas behauptet versucht einen Menschen aufgrund seiner Religion aus unserer Gesellschaft auszuschließen. Und das wiederum nennt man dann Rassismus.

Ich für meinen Teil würde mir wirklich wünschen, dass wir mehr unserer Gemeinsamkeiten suchen statt uns aufgrund unserer Unterschiede anzufeinden.

 

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Tegel – Nicht peinlich, sondern ein rentabler Kult-Airport!

So gut wie jeder Berliner ist mit dem Thema vertraut: Die geplante Schließung des Hauptstadt-Flughafens Berlin-Tegel. Sobald der als Pannenflughafen bekannte Berlin-Brandenburg-International „Willy-Brandt“-Flughafen (BER) in Betrieb geht (was ursprünglich im Oktober 2011 hätte geschehen sollen), soll der Kult-Flughafen Berlin-Tegel (TXL) geschlossen werden.
Ich denke, dass dies eine Katastrophe für den Luft- & Straßenverkehr von Berlin wäre.

 

BER jetzt schon zu klein!

Der Flughafen BER ist in seiner ersten Ausbaustufe für 27 Millionen Fluggäste im Jahr ausgelegt. Die beiden bisherigen Flughäfen Berlin-Schönefeld und Berlin-Tegel hatten 2016 zusammen aber bereits 33 Millionen Fluggäste (Tendenz steigend). Das bedeutet: Würde der BER morgen eröffnen, wäre er schon viel zu klein und hätte ein Kapazitätsdefizit von 6 Millionen Fluggästen im Jahr!

 

Stadtautobahn wäre überlastet

Momentan teilt sich der Flugverkehr in Berlin auf die beiden Flughäfen Berlin-Tegel (im Norden) und Berlin-Schönefeld (im Süden) auf. Wäre der Flughafen BER (im Süden) plötzlich der einzige Flughafen in Berlin, wäre die südliche Stadtautobahn A113 damit komplett überlastet. Die A113 ist schon heute mit dem normalen Verkehrsaufkommen oftmals überlastet. Wenn die A113 nun plötzlich die einzige Zufahrtstraße aus Berlin zum einzigen Flughafen der Stadt werden würde, wäre diese zwangsläufig dauerhaft komplett überlastet. Damit würde ganz Süd-Berlin in ein Verkehrschaos gestürzt werden.

 

Tegel gibt Sicherheit

Was passiert, wenn die Start- und Landebahnen am BER aufgrund eines Unfalls, Terroranschlages, oder durch eine andere Ursache plötzlich gesperrt werden würde? Dann wäre der nächste Ausweichflughafen in Leipzig! Das ist ein Risiko, welches wir nicht eingehen dürfen. Deswegen muss Berlin auch in Zukunft einen Ausweichflughafen haben um Sicherheit zu bieten und sich nicht abhängig zu machen.

 

Das Regierungsterminal

Momentan ist Berlin-Tegel der Regierungsflughafen. Nicht nur, dass die Verlegung nach Schönefeld etwa eine halbe Milliarde Euro kosten würde – Geld welches woanders besser Verwendung finden würde (z.B. in Berliner Schulen). Sondern Tegel ist auch wesentlich näher am Regierungsviertel als der BER.
Es graust mir, wenn ich daran denke, dass ein Regierungschef (z.B. der US-Präsident) durch die gesamte Stadt mit Polizeieskorte in das Regierungsviertel gekarrt werden müsste. Auch hier würde die Stadt wieder im Chaos versinken.

 

Tegel ist wirtschaftlich

Der Flughafen Tegel machte im Jahr 2015 etwa 100 Millionen Euro Gewinn. 100 Millionen Euro, die der Stadt Berlin plötzlich fehlen würde. Und wir wissen doch alle: Berlin ist zwar sexy, aber auch arm!

 

Apropos Sexy

Berlin-Tegel ist weder besonders hübsch, noch modern. Aber seit wann ist Berlin für seine Schönheit bekannt? Der Charme von Berlin ist doch ein ganz anderer. Einer, für den Berlin weltweit bekannt ist und der Millionen von Touristen jedes Jahr nach Berlin lockt. Und an genau diesem Charme hat auch Tegel seinen Anteil. Mit der Schließung von Tegel würde ein Teil Berlins sterben. Tegel ist weder hässlich, abgewrackt oder peinlich. Tegel ist wirtschaftlich, sicher, geschichtsträchtig und ein absolut einmaliger Flughafen.

Das war nur ein kleiner Teil an Argumenten für die Offenhaltung Tegels. Noch mehr Informationen und eine Unterschriftenliste zur Offenhaltung findest du hier: Berlin braucht Tegel

 

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Dieser dient dazu, meine Eindrücke, Erfahrungen, Meinungen und Ideen in der Welt der Politik festzuhalten und mit euch zu teilen. Wenn ihr erfahren möchtet wer ich überhaupt bin, dann könnt ihr das unter dem Menüpunkt „Über mich“ herausfinden.
Die erste Zeit wird sich hier nur sehr unregelmäßig etwas tun, aber ich denke und hoffe, dass sich das im Laufe der Zeit ändern wird.

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Das war es dann auch schon mit meinem ersten Beitrag. Ich hoffe, dass noch viele folgen werden. 🙂